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Sei keine Mimose (Mimosa pudica)

Artikelnummer: 2031

Verkaufspreis: 180,00 €
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Beschreibung

Die Mimose (Mimosa pudica), auch genannt Schläfriges Gras, Schamhafte Sinnpflanze, Fass-mich-nicht-an (sensitive plant, sleepy grass, sleepy plant, action plant, humble plant, touch-me-not, touch-and-die, shame plant, shy plant), aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) ist ein ein- bis mehrjähriger, krautiger, bodennaher blühender Halbstrauch und wird bis einen Meter hoch.


Mimosa pudica ist in den tropischen Gebieten Amerikas heimisch. Sie kommt auch in asiatischen Ländern wie Singapur, Bangladesch, Thailand, Indien, Nepal, Indonesien, Taiwan, Malaysia, den Philippinen, Vietnam, Kambodscha, Laos, Japan und Sri Lanka vor. Sie wurde in viele weitere Regionen eingeschleppt und gilt in Tansania, Süd- und Südostasien sowie auf vielen Pazifikinseln als invasive Art.


Sie wird oft wegen ihrer Besonderheit kultiviert: Die empfindlichen, gefiederten Blätter falten sich bei Berührung oder Schütteln schnell nach innen und hängen herab, um sich wenige Minuten später wieder zu öffnen. Daher wird diese Art häufig als Beispiel für schnelle Pflanzenbewegungen angeführt.


Wilhelm Pfeffer, deutscher Botaniker des 19. Jahrhunderts, nutzte Mimosen in einem der ersten Experimente zur Habituation von Pflanzen. Weitere Experimente wurden 1965 durchgeführt, als Holmes und Gruenberg entdeckten, dass Mimosen zwischen zwei Reizen unterscheiden können: einem Wassertropfen und einer Fingerberührung.


Wie einige andere Pflanzenarten durchläuft sie Veränderungen in der Blattausrichtung, die als Schlaf oder Nyktinastie bezeichnet werden. Das Laub schließt sich bei Dunkelheit und öffnet sich bei Lichteinfall wieder. Dieses Phänomen wurde erstmals von dem französischen Wissenschaftler Jean-Jacques d'Ortous untersucht.


Da Pflanzen kein zentrales Nervensystem besitzen, ist der Mechanismus ihrer Informationsübertragung und -speicherung nicht offensichtlich. Es existieren zwei Hypothesen zum Gedächtnis der Mimose, von denen keine allgemein anerkannt ist. Die erste besagt, dass die Pflanze bei Stimulation einen Anstieg von Calciumionen freisetzt, die vom Protein Calmodulin wahrgenommen werden.


Die Wechselwirkung zwischen Ionen und Proteinen stimuliert vermutlich spannungsgesteuerte Ionenkanäle, welche elektrische Signale erzeugen - möglicherweise die Grundlage des pflanzlichen Langzeitgedächtnisses. Die zweite Hypothese geht davon aus, dass Pflanzenzellen ähnlich wie Nervenzellen elektrische Gradienten erzeugen, indem sie Ionenkanäle öffnen und schließen und diese entlang der Zellverbindungen weiterleiten. Die weitergeleiteten Informationen können steuern, welche Gene aktiviert und welche deaktiviert werden, was ein Mechanismus für das Langzeitgedächtnis sein könnte.


Die Blätter der Mimose sind, ähnlich den Tasthaaren der Venusfliegenfalle, überempfindlich gegenüber Berührung. Entsprechend ihrer Funktion als Tastsinnesorgane, die beispielsweise der Verteidigung oder der Nährstoffaufnahme dient, besitzen diese Pflanzenteile Mechanorezeptoren, die mit mechanosensitiven Kanälen verbunden sind. Diese Kanäle leiten bei Berührung Kalziumionen und indirekt auch Anionen, was zur Depolarisation und damit zur Auslösung eines Aktionspotenzials (AP) führt. Zusätzlich verfügen sie über spannungsabhängige Kaliumkanäle, die Hyperpolarisation und Turgorbildung fördern. Solche empfindlichen Pflanzen feuern Aktionspotenziale vom Alles-oder-Nichts-Typ, ähnlich denen bei Tieren. Diese Einwärtsfaltung ist für die Pflanze energetisch aufwendig und beeinträchtigt zudem den Prozess der Photosynthese.


Dieses Thema wurde 2017 von dem Neurowissenschaftler Greg Gage weiter untersucht, der Mimosa pudica mit Dionaea muscipula, besser bekannt als Venusfliegenfalle, verband. Beide Pflanzen waren elektrisch miteinander verbunden und an ein Elektrokardiogramm angeschlossen. Die Ergebnisse zeigten, wie die Auslösung eines Aktionspotenzials in einer Pflanze eine elektrische Reaktion hervorrief, die wiederum eine Reaktion beider Pflanzen auslöste.


Getreu dem Motto "Fass mich nicht an" benötigt diese Mietpflanze ein sensibles Handling, was etwas aufwändiger ist