Rosmarin der vom Meer (Rosmarinus officinalis)
Artikelnummer: 4028
Beschreibung
Rosmarin (Salvia rosmarinus, synonym Rosmarinus officinalis) ist ein Strauch mit duftenden, immergrünen , nadelförmigen Blättern und purpurfarbenen oder manchmal weißen, rosa oder blauen Blüten. Er gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).
Der Name Rosmarin bzw. Rosmarinus kommt vom lateinischen ros marinus (Genitiv roris marini) und bedeutet "Tau (ros) des Meeres (marinus)". Rosmarinsträucher wachsen tatsächlich gerne an den Küsten des Mittelmeeres, wobei sich nachts sich der Tau in ihren Blüten sammelt.
Die Art wurde 1753 von Carl von Linné als Rosmarinus officinalis erstmals beschrieben. Im Jahr 2017 wurde Rosmarin aufgrund molekularphylogenetischer Erkenntnisse in die Gattung Salvia umklassifiziert.
Die Art ist im Mittelmeerraum sowie in Portugal und Spanien heimisch . Es gibt zahlreiche Sorten, und ihre Blätter werden häufig als Gewürz verwendet.
Rosmarin gedeiht meist an sonnigen, trockenen, kalkreichen Standorten. Er ist typisch für den Buschbewuchs von Macchien und Garrigues.
Rosmarin galt den alten Ägyptern, Römern und Griechen als heilig. Er wurde unter anderem von Plinius dem Älteren (23–79 n. Chr.) und Pedanius Dioskurides (ca. 40–90 n. Chr.), einem griechischen Botaniker, erwähnt. Letzterer beschrieb Rosmarin in seinem berühmtesten Werk, De Materia Medica , einem der einflussreichsten Kräuterbücher der Geschichte.
Das Kraut wurde in China bereits um 220 n. Chr. eingebürgert, und zwar während der späten Han-Dynastie. Rosmarin gelangte schließlich Anfang des 17. Jahrhunderts mit den ersten europäischen Siedlern nach Amerika und verbreitete sich bald darauf in Südamerika und schließlich weltweit.
Da Rosmarin attraktiv und trockenheitsverträglich ist, wird er vor allem in Regionen mit mediterranem Klima als Zierpflanze in Gärten und für die Xeriscaping- Gestaltung verwendet. Er gilt als pflegeleicht und schädlingsresistent. Rosmarin kann recht groß werden und behält seine Attraktivität über viele Jahre. Er lässt sich zu formalen Formen und niedrigen Hecken schneiden und wird auch für Formschnitt verwendet. Die Kultivierung im Topf ist unkompliziert. Bodendecker -Sorten breiten sich dicht und robust aus. Rosmarinblätter werden als Würzmittel in Speisen wie Eintöpfen, Füllungen, Braten und Marinaden verwendet.
Frische oder getrocknete Blätter werden in der traditionellen mediterranen Küche verwendet und verströmen ein Kiefernaroma , das viele Gerichte ergänzt. Aus den Blättern lässt sich Kräutertee zubereiten. In manchen Gerichten wird der holzige, von Blättern befreite Stängel als Spieß verwendet.
Rosmarin wurde zuerst bei religiösen Riten und als Droge verwendet, bevor er in der Küche Einzug hielt. Rosmarin ist in der mediterranen Küche (vor allem in Italien und der Provence) ein wichtiges Gewürz und ist Bestandteil der Provence-Kräutermischung. Er gilt als klassisches Grillgewürz und harmoniert unter anderem mit Fleisch, Geflügel, Lammfleisch, Zucchini, Kartoffeln, Fisch und Teigwaren.
Eine Rosmarin-Marinade wird etwa beim Grillen verwendet. Auch für Süßspeisen findet das Blatt oder der Rosmarinhonig Anwendung. Apfelgelee lässt sich beispielsweise mit Rosmarin aromatisieren. In Kräuterbutter wird Rosmarin häufig verwendet. Rosmarin wird oder wurde zeitweilig auch als Bitterstoff im Bier verwendet. Ein "Extrakt aus Rosmarin" steht als Antioxidations- und Konservierungsmittel in der Liste der Lebensmittelzusatzstoffe (so genannte "Liste der E-Nummern") als E 392.
In der Naturheilkunde wird Rosmarin innerlich als Tee zur Kreislaufanregung und gegen Blähungen verwendet, vor allem wirkt er anregend bei der Blutzufuhr zu den Unterleibsorganen und der Bildung von Magen- und Darmsaft. Auch wirkt die Droge galle- und harntreibend und findet als Tee Anwendung als Appetitanreger.
Äußerlich wirkt Rosmarin durchblutungssteigernd und wird daher zu Bädern sowohl bei Kreislaufschwäche, Durchblutungsstörungen als auch bei Gicht und Rheuma (beispielsweise als Rosmarinspiritus) gebraucht. Neben Rosmarinspiritus kann auch die Salbe gegen Rheuma und Migräne eingesetzt werden. Als Bademittel wirkt der Aufguss desinfizierend und fördert den Heilungsprozess von infizierten, schlecht heilenden Wunden.
Rosmarinöl hat eine stark antiseptische Wirkung, die das 5,4fache von Karbolsäure (Phenol) beträgt. Rosmarin als Tee hat eine antimykotische Wirkung auf verschiedene Schadpilze und kann somit als hauseigenes Pflanzenschutz- bzw. -stärkungsmittel eingesetzt werden. Rosmarin hat einen sehr intensiven, aromatischen Geruch und einen harzigen, leicht bitteren Geschmack, der etwas an Kampfer und Eukalyptus erinnert.
Er wurde aufgrund seines ähnlichen Geruches als Ersatz für Weihrauch verwendet. Die Pflanze wird in Europa und Australien bei Kriegsgedenkfeiern und Beerdigungen als Symbol des Gedenkens verwendet. Rosmarin wird in der donauschwäbischen Kultur für Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und Feste verwendet, beispielsweise wird für die Kirchweihfeierlichkeiten ein Apfel mit einem Rosmarinzweig darin verwendet.
Das bekannteste Sprichwort/Zitat rund um Rosmarin stammt aus Shakespeares "Hamlet" (Ophelia) und lautet: "Da ist Rosmarin, der ist zum Gedenken. Ich bitte dich, meine Liebe, erinnere dich"
Rosemary (englisch Rosmarin) ist ein weiblicher Vorname, eine Kombination aus Rose (einer Blume aus der Rosenfamilie) und Mary (dem Namen der Jungfrau Maria, der stark und fruchtbar bedeutet). Rosemary ist in den Vereinigten Staaten seit 110 Jahren ein beliebter Name und zählt dort zu den 1000 beliebtesten Vornamen. 1992 belegte er Platz 754 der beliebtesten Vornamen für amerikanische Mädchen. Seine größte Beliebtheit in den USA erlebte er zwischen 1925 und 1950, als er zu den 150 beliebtesten Mädchennamen gehörte. Rosemarie ist eine weitere Variante, und Romy ist eine deutsche Kurzform des Namens.
Wir vermieten diese Pflanze als Kräutertopf aus Bio-zertifiziertem Anbau. Auch auf Anfrage in Strauchversion im Kübel oder als hängende Variante
