Fichte der Brotbaum der Forstwirtschaft (Picea abies)
Artikelnummer: 1066
Beschreibung
"Willst du den Wald vernichten, pflanze nichts als Fichten!" Über keinen anderen Baum wird so viel gestritten wie über die Fichte (Picea abies): Die Gemeine Fichte, auch Gewöhnliche Fichte, Rotfichte, Rottanne, Schwarztanne oder Pechtanne genannt, ist eine Pflanzenart in der Gattung der Fichten (Picea). Geschätzt als wichtigste forstliche Einkommensquelle, steht die Fichte andererseits für artenarme und besonders naturferne Forsten.
Die Gemeine Fichte ist weit verbreitet und wird wegen ihres Holzes angepflanzt. Sie wird als Zierbaum in Parks und Gärten verwendet, außerdem in vielen Ländern der Welt als Weihnachtsbaum verwendet. Sie war die erste Nacktsamerart, deren Genom sequenziert wurde.
Der Nadelbaum ist in Europa und bis weit in das kontinentale Asien heimisch und die einzige in Mitteleuropa natürlich vorkommende Vertreterin der Gattung. 2017 war die Gemeine Fichte Baum des Jahres in Deutschland. In Österreich war die Fichte bereits im Jahr 1997 der Baum des Jahres.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hatten die Menschen den Wald völlig übernutzt. Die Bäume wurden zum Heizen, Kochen und Bauen abgeholzt und verwendet. Dazu kam noch der hohe Bedarf durch den Schiffsbau, den Bergbau und die Glashütten. Das große Bevölkerungswachstum tat sein Übriges. Kahlflächen und nährstoffarme Böden führten zur Bevorzugung der schnell wachsenden und anspruchslosen Gemeinen Fichte, so dass riesige Flächen mit Fichten-Monokulturen entstanden.
Als flach wurzelnde Baumart leidet sie stärker als andere unter der vermehrten sommerlichen Trockenheit, die weiten Teilen Deutschlands droht. Die geschwächten Bäume bieten eine leichte Beute für Insekten wie den Borkenkäfer, der von trockenen Sommern profitiert. Mit dem Klimawandel nimmt auch die Gefahr durch Orkane zu. Die Fichte hält hohen Windgeschwindigkeiten kaum stand.
In nur wenigen Regionen Deutschland wächst die Fichte von Natur aus. Ohne den Einfluss des Menschen wäre sie wäre eine regional sehr begrenzt vorkommende Waldbaumart, die es in den allermeisten Bundesländern gar nicht gäbe. Tatsächlich aber ist sie heute mit 26% der Waldfläche die am stärksten verbreitete Baumart – zum Vergleich: Kiefer 22,9%, Buche 15,8%, Eiche 10,6%.
Besonders hoch ist der Fichtenanteil in Bayern, Thüringen, Sachsen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Wir vermieten diesen Nadelbaum topfgezogen (10l) und auch im 35 Liter Kübel (200cm hoch).
