Blut-Ampfer Quatsch mit Soße (Rumex sanguineus)
Artikelnummer: 1013
Beschreibung
Der Hain-Ampfer oder Blut-Ampfer (Rumex sanguineus) ist eine Art aus der Pflanzenfamilie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Er ist in Mitteleuropa an feuchten Waldstandorten anzutreffen südlich des 60. Breitengrades Nord, jedoch nicht in Russland und selten im Mittelmeerraum. Er bevorzugt feuchte, schattige Standorte, insbesondere in Wäldern. Sauerampfer gilt als landwirtschaftliches Unkraut und ist in der Vegetation um Ackerflächen zu finden. Zur Entfernung etwa auf Pferdweiden des dort lästigen "Unkrauts" gibt es mit "Ampferstechern" spezielle Geräte (Abbildung).
Hain-Ampfer ist essbar. Bereits im Altertum verwendeten die Ägypter, Griechen und Römer Sauerampfer, um ein Übermaß fetter Speisen bei Festmahlen auszugleichen. Sauerampfer enthält sehr viel Vitamin C, Eisen und Oxalsäure. Schon in geringen Mengen wirkt er blutreinigend und fördert die Verdauung. Sebastian Kneipp beschrieb ihn als ein gutes Heilmittel und vorzügliche Kost für Kranke, da er das Blut reinigt und verbessert...
In der Homöopathie wird er gegen Erkältungen und Magen-Darm-Erkrankungen eingesetzt. Da er antinutritive und gesundheitsschädliche Oxalsäure und -Salze (Oxalate) enthält, ist er jedoch leicht giftig und sollte daher nicht in größeren Mengen verzehrt werden.
Die Gehalte sind geringer als beim bekannteren Sauerampfer (Rumex acetosa). Er wird sowohl als Wildgemüse genutzt als auch kultiviert angeboten. Er enthält erhebliche Mengen an Vitamin C und Carotin. In der Regel werden (vorzugsweise junge) Blätter beispielsweise in Salaten gegessen. Die gehackten Blätter sind auch Bestandteil der berühmten "Frankfurter Grünen Soße". Sieben Kräuter gehören in die Frankfurter Grüne Soße: Traditionell sind dies Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Schnittlauch und eben Sauerampfer.
Am besten schmecken die jungen und zarten Blätter. Diese einfach mit einem Messer von der Pflanze abschneiden. Die inneren Herzblätter sollen allerdings stehen bleiben, damit der Sauerampfer wieder austreiben kann. Für die Verwendung als Gemüse werden allerdings eher andere Ampferarten wie Wiesen-Sauerampfer und Schild-Ampfer bevorzugt.
Dem Hain-Ampfer werden dagegen weniger geschmackliche und eher Zierwerte zugesprochen. Da der Nutzen hauptsächlich in den Blättern liegt, werden die unscheinbareren Fruchtstände gern frühzeitig entfernt, um ein stärkeres und buschigeres Blattwachstum zu erzielen und auch um eventuell starker unkontrollierter Ausbreitung vorzubeugen.
Wir vermieten diese Ampfer-Art als aparte Tischdekoration
